60 Bäume zum 60. Geburtstag!
Das Freilichtmuseum Molfsee gehört zu den größten seiner Art in Deutschland, auch in diesem Jahr werden wieder annähernd 130.000 Gäste den Kulturhotspot vor den Toren der Landeshauptstadt besuchen. Am heutigen Donnerstag hat das Landesmuseum für Volkskunde einen grandiosen Abschluss seines Jubiläumssommers gefeiert. Denn im Jahr des 60jährigen Bestehens hatten sich Museumsleitung und der über 5000 Mitglieder zählende Förderverein des Freilichtmuseums gewünscht, im Herbst möglichst viele zusätzliche Bäume im Freigelände pflanzen zu können. Zahlreiche Museumsfreunde und Sponsoren kamen nun bei strahlendem Sonnenschein zusammen, um insgesamt 60 neue Bäume für 60 Jahre Freilichtmuseum Molfsee in die Erde zu bringen.
Das Museumsteam um Direktorin Dr. Kerstin Poehls hatte erarbeitet, in welchen Bereichen des riesigen Areals weitere Bäume wünschenswert wären, woraufhin Fördervereinsgeschäftsführerin Dr. Imke Lüders ein aufwendiges Spendenprojekt für Baumpatenschaften auf den Weg brachte und mit großem Erfolg managte.
Die beste Geschenkidee in Zeiten des Klimawandels
Was für ein Festtag für das beliebte Museum und alle, die vor allem den Nah- und Naturerholungsaspekt am Freilichtmuseum schätzen. Nachdem bis zum Frühjahr an die fünf Millionen Euro in die Sanierung einiger zentraler Häuser, in die Wegeinfrastruktur und ein modernes Vermittlungskonzept geflossen waren, gibt es nun endlich wieder eine heiß herbeigesehnte Linden-Reihe vor dem Haus Heydenreich (gestiftet u.a. von der Brunswiker Stiftung, Rotary-Club Mittelholstein), freut man sich auf eine stattliche Eiche im „Bereich Stapelholm“ (gestiftet von Dr. Ulrik Schlenz, Vorstand der Wankendorfer Baugenossenschaft) und jede Menge Obstbäume für die Areale „Angeln“, „Elbmarschen“ und „Nordfriesland“ – was vor allem Dr. Frank Schoppa, Landesgeschäftsführer des Bundes deutscher Baumschulen und Vorsitzender des Fördervereins Pinneberger Baumschulland e.V., aber auch verschiedenen Sparkassen im Land zu verdanken ist.
„Dabei haben wir vor allem alte Sorten angeschafft und sie dort gepflanzt, wo sie historisch gesehen auch regional hingehören. Gefreut haben wir uns auch über jede einzelne Privatspende, jeder Birnen- oder Apfelbaum bringt auf wunderbare Weise die Verbundenheit der Menschen zu unserem Museum zum Ausdruck und sorgt dafür, dass dieser Ort in Zeiten des Klimawandels einen wichtigen Beitrag leistet, für zusätzliche Co2-Speicher und mehr Biodiversität“, erklärte Museumsdirektorin Dr. Kerstin Poehls am Rande der heutigen Baumpflanzaktion.