Winterpause im Freilichtmuseum

Das Museum ist im Winter geschlossen. Ein winterlicher Sonntags-Spaziergang über das Gelände ist weiter möglich. Weitere Infos dazu finden Sie unter Besuch.

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Ministerin eröffnet Magazin-Neubau in Schleswig

  • Kulturministerin Karin Prien hat am Donnerstag, 6. September, das neue Zentralmagazin der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen auf dem Schleswiger Hesterberg eröffnet.

  • Insgesamt 6,3 Millionen Euro haben das Land Schleswig-Holstein, die HERMANN REEMTSMA-Stiftung mit dem Bündnis Kunst auf Lager und die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen in das neue Zentralmagazin der Landesmuseen und ein Programm zur digitalen Inventarisierung investiert. Der nach modernsten Vorgaben errichtete Neubau kostete rund 3,5 Millionen Euro.

  • Zusammen mit den sanierten Nebengebäuden und dem imposanten Körnerhaus stehen den Landesmuseen dank des Neubaus künftig 8100 Quadratmeter Lagerfläche für einen Teil des kulturellen Erbes Schleswig-Holsteins zur Verfügung.

  • Die Aufgabenstellung an das neue Zentralmagazin ist anspruchsvoll. Es bietet für den Gesamtbestand der Sammlung ausreichende Lagermöglichkeiten, mit geeigneten Regal- oder Schranksystemen. Es bietet Möglichkeiten der Klimaregulierung in den Magazinräumen (Temperatur und Luftfeuchte) und ein System zur Schädlingsbekämpfung. Zudem steht eine ausreichende Anzahl von Büro- und Arbeitsräumen zur Verfügung. 

Neue Schwerlastenaufzüge (mit einer Traglast von bis zu 6 Tonnen) wurden angeschafft, eine moderne Alarm- und Brandmeldeanlage auf dem gesamten Gelände, in allen Gebäuden installiert. Eine Thermokammer in einem ehemaligen Werkstattgebäude wurde als „Vorstufe“ jedweder Lagerung organischer Stoffe in Betrieb genommen, um eine Lagerung der Schätze frei von Schädlingen zu gewährleisten. Das gilt für kleinste Werkzeuge, aber auch für jede einzelne der mehr als 100 Kutschen, die es zu bewahren gibt. 

Der helle Ziegelmauerbau, der von den Büros bbp (Kiel) und Scheidt Kasprusch (Berlin) entworfen wurde, bietet besonders empfindlichen Exponaten ideale klimatische Bedingungen. Im 4,5 Meter hohen Erdgeschoss können Gegenstände aus Metall bei weniger als 40 Prozent Luftfeuchtigkeit lagern, im Obergeschoss Holz mit bis zu 55 Prozent Luftfeuchtigkeit.

Modernste Technik für Exponate aus vergangenen Zeiten

Zum Schutz vor Insektenbefall wurden Fliegengitter und elektrische Insektenvernichter, zur Überwachung der Museumsobjekte flächendeckend Messgeräte installiert. Diese ermitteln Temperatur und relative Luftfeuchte und lassen somit Rückschlüsse auf die klimatischen Bedingungen in den Bestandsgebäuden zu. Durch diese Maßnahme wird erkennbar, welche Hallen und Lagerstätten sich insbesondere für die empfindlicheren Museumsstücke eignen. Der besondere Clou der Messgeräte ist ihre Datenübertragung per Funk, direkt auf die Büroarbeitsplätze der Verwaltung. 

So lassen sich vom Schreibtisch aus jederzeit die Klimadaten sämtlicher Gebäude abfragen, ebenso wie die Betriebsdaten der Thermokammer. Diese Anlage ermöglicht es den Mitarbeitern des Zentralmagazins, Holzschädlinge in den Sammlungsobjekten zu bekämpfen. Die Objekte, wie z.B. Mangelbretter, Truhen oder Kutschen werden im Inneren der Kammer über einen längeren Zeitraum und unter Beigabe von Feuchtigkeit erhitzt, bis bei rund 55 Grad Celsius tierische Eiweiße gerinnen, Schadinsekten, deren Larven oder Eier absterben. 

Rund 70 Prozent der Depotfläche sind für die Volkskunde

Um das Raumklima in allen Gebäuden beeinflussen zu können, wurden mobile Luftentfeuchter installiert, die im Sommer für die Trocknung der dann in der Regel zu feuchten Raumluft sorgen. Insgesamt lässt sich nun das Raumklima in fast allen Gebäuden in einem Korridor von 40 bis 60 Prozent relativer Feuchte halten. 

Das Gros, rund 70 Prozent der künftig 8100 Quadratmeter Depotfläche auf dem gesamten Areal, kommt der Volkskunde zugute. Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte hat bereits damit begonnen, erste Exponatgruppen in die Obhut des neuen Zentralmagazins zu geben. So wurden Öfen und Ausstellungsstücke des Eisenkunstguss Museums, die nicht in Büdelsdorf ausgestellt sind, in einer Halle auf dem Hesterberg objektgerecht eingelagert. Im Hochregal gegenüber befinden sich die wunderschönen, teilweise mittelalterlichen Schnitztruhen sowie diverse Möbel wie Tische und Stühle aus der Sammlung des Landesmuseums.

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