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"Herbststürme und Blanker Hans"


"Herbststürme und Blanker Hans", das ist der Titel einer Führung, die am Sonntag, 24. Oktober, um 14 Uhr im Freilichtmuseum angeboten wird. Begleiten Sie unseren Kollegen Florian Böings auf einen Spaziergang durchs Freigelände hin zu den nordfriesischen Häusern. Zur Anmeldung geht es HIER... Die Autorin Karen Jahn hat sich mit dem Thema für uns bereits vorab in dem nachfolgenden Beitrag beschäftigt.


Die Küstenbewohner waren Wetter und Gezeiten unmittelbar ausgeliefert. Sie fürchteten vor allem die tosende Nordsee bei Sturmfluten. Die Menschen auf
den Halligen hatten obendrein noch ganz praktische Herausforderungen zu bewältigen.

Die sturmgepeitschte Nordsee konnte Unheil und Verderben bringen, Haus und Hof zerstören, Menschen in den Tod reißen. Die Nordfriesen begegneten ihrer Furcht mit festem Aberglauben. Hausgeister waren treuer Bestandteil des Lebens, schützten Hab und Gut und bekamen dafür nicht selten Geschenke angeboten. Dem Kobold Nis Puk zum Beispiel stellte man an Weihnachten Grütze und Butter hin, damit er bei Laune blieb und den Hof nicht im Stich ließ. Auch Sagen wie die über Rungholt, der im 14. Jahrhundert in den Nordseefluten versunkenen Siedlung, waren fest im kulturellen Gedächtnis der Menschen verankert.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts fuhren die meisten Männer zur See, vor allem auf Walfang oder auf Handelsschiffen. Die Frauen waren zu Hause auf sich allein gestellt und beschickten mit harter Arbeit Haus und Hof. Noch mühseliger als an den Küsten des Festlandes war das Leben der Halligbewohner: Vor allem die Versorgung mit Trinkwasser und Brennmaterial war aufwendig. Das Grundwasser auf den Halligen war salzig und damit ungenießbar. Daher wurde das Regenwasser in offenen teichartigen Zisternen, sogenannten Fethingen, gesammelt.

Holz, das man als Brennmaterial hätte nutzen können, gab es auf den kleinen Eilanden nicht. Auch hier mussten sich die Menschen etwas einfallen lassen. Mit sogenannten „Ditten“, rechteckig ausgestochene Platten aus getrocknetem Kuhdung, hielten sie das Feuer am Brennen.

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