Winterpause

Das Freigelände des Museums ist vom 1.11.2020 ab an in der Winterpause und damit geschlossen. Das gilt auch für die Sonntage.

Im Januar 2021 planen wir die Eröffnung unseres großen neuen Jahr100Hauses. Über die dann für das gesamte Museum - Freigelände wie Jahr100Haus - geltenden Preise und Öffnungszeiten informieren wir Sie zu gegebener Zeit.

schliessen
Springe zum Hauptbereich
Alle Landesmuseen in Schleswig-HolsteinAlle Landesmuseen in SH

Neubau: Das schwerste und älteste Exponat ist da

Ein historischer Moment für die verantwortlichen Akteure der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen und am Freilichtmuseum Molfsee: Bei strahlendem Sonnenschein hat ein riesiger Wille-Kran die ersten vier Exponate im Innenhof des spektakulären Molfseer Museumsneu aufgestellt. Unter strengster Einhaltung aller für das Baugewerbe herrschenden Kontaktauflagen fuhr das Osterrönfelder Unternehmen Thomsen Tiefbau schwerstes Gerät auf, um das wohl gewichtigste und zugleich vermutlich älteste Gestaltungselement des Bauvorhabens heil ins Landesmuseum für Volkskunde zu bekommen. Treffpunkt für Lastenkran und Tieflader war das Gut Ludwigsburg in der Gemeinde Waabs, wo am Rande eines Waldstücks ein gewaltiger Granitfindling auf seinen Abtransport wartete. Schon zweimal hatten sich Gutsbesitzer Kurt-Jürgen Carl und Tiefbau-Unternehmer Willi Thomsen mit Geschäftsführer der Landesmuseen, Guido Wendt, vor Ort getroffen, um für eine exakte Vorbereitung zu sorgen.

Denn selten ist ein ungesicherter Feldweg dazu geeignet, einen Schwerlastkran dazu zu bringen, ein zusätzliches Gewicht von über zehn Tonnen zu bewegen. „Die Trockenheit und Kälte der letzten Tage haben glücklicherweise für einen richtig schön trockenen und festen Untergrund gesorgt. Optimal für das, was wir hier vorhaben“, stellte Firmenchef Thomsen erleichtert fest. Und doch dauerte es über zwei Stunden, bis der Granit endlich vorschriftsmäßig auf dem Tieflader zum Abtransport ins 50 Kilometer entfernte Molfsee bereitlag.

Auf der Großbaustelle, wo Ministerpräsident Daniel Günther exakt am 1. November dieses Jahres den aus zwei sich gegenüberstehenden riesigen Gebäuden bestehenden Museumsneubau eröffnen wird, wurde der Findling bereits sehnsüchtig erwartet. „An diesem Ort, an dem sich auf eine überaus geerdete Art und Weise mit der Geschichte unseres Landes beschäftigt wird, war es uns wichtig, auch einen überragenden Zeugen unseres geologischen Erbes in die Gestaltung einzubeziehen“, schwärmte Klaus-H. Petersen vom Lübecker Büro PPP Architekten & Stadtplaner beim Anblick des vermutlich mehr als 12.000 Jahre alten Granits.

Wesentlich jünger, aber keineswegs weniger imposant ist der stattliche, vier Tonnen schwere Feldahorn, der ebenfalls gestern in den Innenhof gehoben wurde. Zusammen mit zwei etwas kleineren Findlingen aus Martensrade am Selenter See vervollständigt er den die Gebäude verbindenden Lichthof.

Landesmuseen Schleswig-Holstein
schliessen
Nach oben scrollen