Winterpause

Das Freigelände des Museums ist vom 1.11.2020 ab an in der Winterpause und damit geschlossen. Das gilt auch für die Sonntage.

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Freilichtmuseum schreibt seine eigene Geschichte fort

Das Freilichtmuseum hat für dieses Jahr große Pläne: Sobald die Entwicklung der Pandemie es zulässt und wieder mehr Normalität in unseren Alltag kehrt, eröffnet die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen in Molfsee ihren Neubau - das Jahr100Haus. Die neue Dauerausstellung, die dort zu sehen sein wird, nimmt die Alltagskultur Schleswig-Holsteins vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute in den Fokus - und knüpft zeitlich an die Ausstellung im Gelände an. Mit der inhaltlichen Weiterentwicklung, die damit einher geht, und der Ergänzung des Freigeländes um ein großes attraktives Ausstellungs- und Eingangsgebäude schreibt das Freilichtmuseum seine eigene Geschichte fort. 

Und das ist noch nicht alles: Auch im Freigelände stehen wichtige Maßnahmen an, die zum Teil auch Veränderungen bringen. So wird es Bauerhaltungsmaßnahmen an der Apotheke und am Haus Arentsee geben. In Arentsee geht es darum, Bauschäden am unhistorischen Fußboden zu beseitigen. Der „falsche“ Fußboden war in den dortigen Wirtschaftsteil eingebracht worden, um überhaupt irgendwo im Museum Sonderausstellungen zeigen zu können – eine Notlösung. Dank des Jahr100Hauses kann das Museum darauf nun verzichten. Ziel ist es, das Gebäude anschließend wieder so zeigen zu können, wie es eigentlich richtig ist. 

Auch so hängen der Bau des Jahr100Hauses und die Weiterentwicklung der historischen Gebäude im Freigelände eng zusammen. In den kommenden fünf Jahren wird die Stiftung Landesmuseen rund 5 Millionen Euro in die Sanierung des historischen Gebäudebestandes investieren. Auf Vermittlung des örtlichen Bundestagsabgeordneten Dr. Johann Wadephul ist es gelungen, den Bund zu einer hälftigen Finanzierung dieser für das Museum enormen Summe zu bewegen. Unter anderem werden durch diese Maßnahmen auch die Sicherungen an den Bauernhäusern Schmielau und Heidenreich gestemmt werden können. 

In beiden Häusern hat Feuchtigkeit, die in erster Linie aus dem Boden in das Mauerwerk eingedrungen ist, im Laufe der Zeit – langsam, aber stetig – große Schäden verursacht. So müssen zunächst die Fundamente abgedichtet und anschließend die Schäden behoben werden. Die Maßnahmen sind für die Besucher sichtbar. Es wird spannend sein, zuzuschauen, wie mit alten und wo nötig auch mit neuen Techniken gearbeitet wird, um historische Gebäude und damit unser kulturelles Erbe zu erhalten. Geplant ist, die Baumaßnahmen mit speziellen Vermittlungsangeboten wie z.B. Baustellenführungen für die Museumsbesucher*innen zu begleiten.

Molfsee ist schon immer ein Publikumsmagnet in Schleswig-Holstein gewesen. Und das soll auch so bleiben. Dazu verfolgt das Museum eine Doppelstrategie: das Jahr100Haus zeigt die Entwicklung der jüngeren Zeit, die dynamische Entwicklung im 20. Jahrhundert bis an die Gegenwart heran. Sonderausstellungen bieten Raum für neue Themen. Die bestehende große Dauerausstellung der historischen Häuser des Freilichtmuseums soll in erster Linie erhalten werden. Das ist eine Mammutaufgabe. Das Konservieren und das, was das Museum in Wert setzt, sind hier wichtiger als eine dynamische Entwicklung. 

„In der Gesamtheit bietet das Museum seinen Besucher*innen künftig Neues wie Vertrautes und Liebgewonnenes. Gleichwohl werden wir die notwendigen und demnächst möglichen Bauerhaltungs- und Sicherungsmaßnahmen nutzen, um auch das Freigelände didaktisch weiterzuentwickeln, etwa durch den Einsatz digitaler Angebote“, sagt Museumsdirektor Dr. Wolfgang Rüther. „Schritt für Schritt und über einen längeren Zeitraum wird sich also auch das gewohnte Freilichtmuseum trotz aller Vertrautheit ändern. Aber nicht mit einem lauten Knall und von einer Saison zur nächsten. Unser Freilichtmuseum wird nie fertig sein!“, so Rüther. 

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