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Ein neuer Blick aufs Freilichtmuseum, Fledermausführungen und ein Rollendes Labor

Das Freilichtmuseum Molfsee nimmt in Kooperation mit dem „Naturpark Westensee – Obere Eider“  – die Umweltbildung noch stärker in den Fokus. Im Zentrum stehen Fragen, die uns alle bewegen: Nehme ich die Natur (noch) bewusst wahr? Wie wirkt sie auf mich? Wie agiere ich in unserem Ökosystem? Und welche Verantwortung hat jeder von uns? Gefördert wird das Ganze von der Bingo-Umweltlotterie. Wir haben Projektmanagerin Johanna Feige (38) gefragt, welche Pläne sie hat – und was uns konkret erwartet.

Frau Feige, Sie rücken die Umweltbildung im Freilichtmuseum noch stärker in den Fokus. Was haben Sie konkret vor?
Ich organisiere zahlreiche spannende Veranstaltungen. Ganz besonders freue ich mich über unsere Kooperation mit der Loki Schmidt-Stiftung und die dazugehörige Tagung Anfang Juli zur Blume des Jahres, dem Feldrittersporn (MEHR). Beliebt sind auch unsere Fledermausführungen (MEHR) … Außerdem entwickeln wir Workshops für Schulklassen der Sekundarstufe I.

Spiegeln sich die Themen der Veranstaltungen und buchbaren Angebote auch im Gelände wider?
Ja, ein Spaziergang durchs Freigelände ist ja quasi ohnehin eine Einladung, sich mit der Umwelt zu beschäftigen. Wie war einst das Verhältnis von Mensch, Tier und Natur? Wie hat es sich verändert? Wie stellt es sich für uns heute dar? Diese Fragen liegen quasi auf dem Weg und ich möchte sie mit Info- oder Mitmach-Stationen noch sichtbarer machen. Die Themen sind dabei vielfältig: Zum Beispiel wollen wir noch mehr auf unsere Biotope für Insekten aufmerksam machen oder auf die Bedeutung von Knicks für das Ökosystem. Das Freilichtmuseum ist der ideale Ort für Umweltbildung, umgeben von unserem Projektpartner dem „Naturpark Westensee – Obere Eider“ aber auch von konventioneller Landwirtschaft.

Und dann planen Sie noch ein Rollendes Labor…
Das ist richtig. Das Rollende Labor – welches von der Investitionsbank Schleswig-Holstein unterstützt wird – ist ein Lastenrad, mit dem ich selbst auf Veranstaltungen wie der Langen Nacht der Museen in Kiel unterwegs bin – und mit dem ich Schulen besuchen möchte. Das Rollende Labor bietet Becherlupen, mit der kleine Tiere beobachtet werden können. Ein Quiz, bei dem man sein Wissen über Insekten testen kann, und vieles mehr.

Wir sind sehr gespannt. Gestatten Sie uns abschließend noch eine persönliche Frage: Was reizt Sie selbst an dem Projekt?
All die Fragen und Dinge, die ich hier skizziert habe, begleiten mich auf unterschiedliche Weise schon ein Leben lang. Ich komme aus einer Schleswig-Holsteinischen Landwirtsfamilie. In Kiel habe ich Germanistik und Europäische Ethnologie studiert, in Flensburg Kultur – Sprache – Medien – und die Beziehung von Mensch, Tier und Umwelt immer stärker aus kulturwissenschaftlicher Perspektive betrachtet und in meine Arbeit für verschiedene Museen in Deutschland eingebracht. Nun freue ich mich sehr, zurück im Norden zu sein.

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