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Altes erneuern, Neues erleben

Astrid Paulsen und Guntram Turkowski leiten seit Kurzem interimsmäßig das Freilichtmuseum Molfsee. Im Interview sprechen die beiden über die Aufgaben, die vor ihnen liegen. Schon jetzt dürfen sich Besucherinnen und Besucher über die Wiedereröffnung der historischen Apotheke in dieser Woche freuen – und darüber, dass die Museumsbahn an den Wochenenden bald wieder fährt.

Frau Paulsen, Herr Turkowski, für die nächsten Monate leiten Sie das Freilichtmuseum. Was zeichnet Ihre Arbeit aktuell aus, welche Aufgaben liegen vor Ihnen?
Astrid Paulsen: Vor etwa einem Jahr haben wir das Jahr100Haus eröffnet, ein Meilenstein in der Geschichte des Museums. Parallel sind jedoch viele weitere Projekte umgesetzt und angestoßen worden. Bei einigen werden die Ergebnisse in diesen Wochen bereits sichtbar, andere befinden sich noch in der Planungsphase. Ein starker Fokus liegt dabei auf dem Freigelände, ein anderer ist auf die Kommunikation mit unseren Besuchern gerichtet.

Was genau meinen Sie, wenn Sie von der Kommunikation mit Ihren Besuchern sprechen?
Guntram Turkowski: Konkret arbeiten wir an einem neuen Medienguide, einem Museumsführer in gedruckter Form und einem Wegeleit-System, damit sich unsere Besucherinnen und Besucher künftig noch besser im Gelände zurecht finden. Und wenn ich wir sage, dann geht es nicht nur um uns beide, sondern um ganz viele Kolleginnen und Kollegen, die daran beteiligt sind. Besonders beteiligt ist hier das Team der Bildung und Vermittlung. 

Astrid Paulsen: Wir schätzen diesen interdisziplinären Austausch und die Zusammenarbeit mit den anderen Fachbereichen der Stiftung Landesmuseen sehr. Das macht nicht zuletzt den Reiz unserer Arbeit aus.

Es ist aber doch sicher auch reizvoll, die Ergebnisse der Arbeit zu sehen, oder? Wie zum Beispiel im Falle der historischen Apotheke… 
Guntram Turkowski: Ja, das stimmt. Die historische Apotheke ist nun etwa zwei Jahre geschlossen gewesen – wir haben Sie in dieser Woche wiedereröffnet. Wir mussten das Mauerwerk sanieren, den Keller abdichten, Holzfußböden erneuern und und und… Unser Ziel ist es ja, die historischen Gebäude für die Nachwelt zu erhalten. Das gilt auch für das Inventar: Wir haben hunderte Exponate aus der Apotheke verpackt und an anderer Stelle gereinigt. Die schweren Möbel sind aufgearbeitet und gepflegt worden. Schließlich ist alles wieder aufgebaut und eingeräumt worden. Auch hier haben wirklich viele zum Gelingen des gesamten Projektes beigetragen, von externen Firmen und Planern über verschiedene Kolleginnen und Kollegen bis hin zu unseren Ehrenamtlern.

Sichtbaren Baubetrieb hat es kürzlich ja auch um die Winkelscheune gegeben…
Astrid Paulsen: So ist es. Dort ist ein neuer Boden aus einem Beton-Estrich-Gemisch gegossen worden. Das war auch dringend notwendig. Wir planen, die Winkelscheune für große Veranstaltungen attraktiver zu machen. Das wird noch weitere Arbeiten nach sich ziehen, wie zum Beispiel die Erneuerung der Lichtanlage und die Überarbeitung des Gastrobereiches.

Und diese beiden Projekte sind ja im Prinzip erst der Anfang…
Astrid Paulsen: Das ist richtig. Die Stiftung Landesmuseen wird in den kommenden Jahren rund 5,4 Millionen Euro in die Sanierung des historischen Gebäudebestandes investieren. Möglich ist das nur, weil der Bund uns unterstützt und die Hälfte davon übernimmt. Die Verantwortlichen befinden sich hier gerade in der Planungsphase. Sobald die konkrete Umsetzung beginnt, lassen wir unsere Besucher daran teilhaben. Es wird sicher spannend, zuzusehen, wie wir unser kulturelles Erbe nicht nur mit neuen, sondern auch mit alten Techniken und Bauweisen erhalten können. Hier werden die Kolleginnen und Kollegen der Bildung und Vermittlung wieder eine große Rolle spielen. Ebenso, wenn es darum geht, das Freigelände neu zu erleben.

Das klingt nach einer großen Aufgabe…
Guntram Turkowski: …die wir Stück für Stück umsetzen. Und gleichzeitig wird es auf dem Weg viele kleine Veränderungen geben, die schneller für unsere Besucherinnen und Besucher sichtbar sein werden. So wird unsere beliebte Museumsbahn etwa ab Anfang Juni an den Wochenenden zwischen 11 und 16 Uhr wieder zwischen Torhaus und Meiereiberg pendeln. Auch planen wir, neue Wege im Freigelände zu schaffen – und wir möchten, dass künftig noch mehr Tiere im Freigelände ihr zuhause finden.

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